Die vier Jahreszeiten-  Regeln

knospe

Regeln zum Frühling/Frühjahr

Abendröte bei West, gibt den Frost dem Rest.

Das Frühjahr ist uns Vater und Mutter,
wer nicht sät, hat dann kein Futter.

Die Eier, welche die Hühner am Karfreitag legen,
sind die stärksten.

Frühes Gras gibt wenig Heu.

Hasen, die springen,
Lerchen, die singen,
werden sicher den Frühling bringen.

Kälber, am Karfreitag geworfen, gedeihen nicht.

Märzenblüte ist nicht gut,
Aprilenblüte ist halb gut,
Maienblüte ist ganz gut.

März trocken, April naß, Mai luftig, von beiden was,
bringt Korn in Sack und Wein ins Faß.

Nasser März und trockener April,
kein Kräutlein geraten will.

Schnee, der nur drei Tage liegt
und bei Sonnenschein verfliegt,
ebensoviel Nutzen bringt,
als wenn man noch einmal düngt.

Trockener März, nasser April, kühler Mai,
füllt Keller und Scheuer und bringt viel Heu.

Wenn der Froschlaich im Lenz tief im Wasser war,
auf trocknen Sommer deutet das;
liegt er flach nur oder am Ufer gar,
dann wird der Sommer besonders naß.

Wenn zu Ostern die Sonne scheint,
sitzt der Bauer am Speicher und weint.

Wer den Hafer säet im Horn,
der hat viel Korn;
wer ihn säet im Mai,
der hat viel Spreu.

Wer im Frühling schläft,
weint im Winter.

Windiger und dürrer März, nasser April,
Mai windig und zwischen beiden,
macht gutes Jahr und Weiden.

sommerbild

Regeln zum Sommer

Es ist selten ein Sommer ohne Hagel und ein Kopf ohne Nagel.

Heißer Sommer, guter Wein.

Langer Sommer, kurzer Herbst.

Wenn kein Tau fällt,
so kommt Regen.

Hundstage: 22. Juli bis 22. August

Hundstage heiß,
bringen dem Bauern viel Schweiß.

Hundstage hell und klar,
zeigen an ein gutes Jahr.
Wenn Regen sich bereiten,
kommen nicht die besten Zeiten.

Hundstage voller Sonnenschein,
wird das Jahr recht fruchtbar sein.

Sind die Hundstage klar,
so bedeutet dies ein gutes Jahr.

Wenn die Hundstage Regen bereiten,
kommen bald magere Zeiten.

Wie die Hundstage eingehen (22.7.),
so gehen sie aus (22.8.).

blätter

Regeln zum Herbst

Baumblüten im Spätjahr,
deuten auf ein gut' Jahr.

Fällt das Laub im Wald sehr schnell,
ist der Winter bald zur Stell'.

Fällt der erste Schnee in Dreck,
so bleibt der ganze Winter ein Geck.

Fette Vögel und Dachse,
dann pfeift im Winter die Achse.

Hält der Baum die Blätter lang,
macht ein später Winter bang'.

Halten Birk' und Weid' ihr Wipfellaub lange,
ist zeitiger Winter und gut Frühjahr im Gange.

Herbstgewitter bringen Schnee,
doch dem nächsten Jahr kein Weh'.

Im Herbst muß man nicht mehr von Rosen und Tulpen träumen.

Ist im Herbst das Wetter hell,
bringt es Wind und Winter schnell.

Je fetter die Vögel und Dachse sind,
um so kälter erscheint das Christkind.

Je trockener der Herbst,
je kälter der Winter,
je besseres Jahr.

Konnte man den Herbst loben,
wird der Winter stürmen und toben.

Rauhfrost auf der Flur,
milder Witterung Spur.

Rauhfrost in Feld und Garten,
läßt mildes Wetter erwarten.

Späte Rosen im Garten,
lassen den Winter warten.

Treffen die Streichvögel zeitig ein,
wird früh und streng der Winter sein.

Viele Buchnüsse und Eicheln,
dann wird der Winter auch nicht schmeicheln.

Viel Nebel im Herbst deuten auf schneereichen Winter.

Warmer Herbst - langer Winter.

Wenn die Bienen ihre Stöcke früh verkitten,
kommt bald ein harter Winter geritten.

Wenn die Eichen viel Früchte tragen,
wird ein langer Winter tagen.

Wenn die Zugvögel sich vereinen,
wird der Winter bald erscheinen.

Wenn rauh und dick der Hasen Fell,
dann sorg für Holz und Kohle schnell.

Wer den Acker im Herbst nicht stürzt,
hat seine Ernte zur Hälfte gekürzt.

Wer im Herbste hell Wetter will,
hat im Winter der Winde viel.

Will das Laub nicht gern von den Bäumen fallen,
so wird ein kalter Winter erschallen.

Wird das Obst sehr langsam reif,
gibt's im Winter statt Eis nur Reif.

schnee

Regeln zum Winter

Auf hartes Winters Zucht
folgt gute Sommersfrucht

Bis die Höhlen dreimal mit Schnee gefüllt sind,
weht immer noch der Winterwind.

Bleibt der Winter fern,
so nachwintert es gern.

Der Winter scheidet nicht,
ohne noch einmal zurückzusehen.

Die Erde muß ihr Bettuch haben,
soll sie der Winterschlummer laben.

Donnert's durch den kahlen Wald,
wird's noch mal sehr kalt.

Donner über dem kahlen Baum
bedeutet kein gut Frühjahr.

Entsteigt der Rauch gefronr'nen Flüssen,
so ist auf lange Kälte zu schließen.

Früher Vogelsang macht den Winter lang.
Ein schöner Wintertag macht keinen lustigen Vogel.

Ist die Hechtsleber der Galle zu, breit, vorn spitz,
nimmt harter Winter lange Zeit in Besitz.

So hoch der Schnee,
so hoch das Gras.

Später Winter - später Frühling.

Sperret der Winter zu früh das Haus,
hält er sicher nicht lange aus.
Bleibt aber der Vorwinter aus,
kommt der Nachwinter mit Frost und Braus.

Tummeln die Krähen sich noch,
bleibt lang des Winters Joch.

Viel Schnee, viel Heu,
aber wenig Obst dabei.

Viel Schnee, viel Korn;
viel Wasser, viel Gras.

Viel und langer Schnee
gibt viel Frucht und Klee.

Weihnachten wächst der Tag,
so weit ein Mücklein gehen mag.
Neujahr wächst der Tag,
so weit der Haushahn schreiten mag.
Um Dreikönig wächst der Tag,
so weit das Hirschlein springen mag.

Wenn am Dach hangen gefrorene Spitzen,
dann ist gut beim Ofen sitzen.

Wenn der Tag fängt an zu langen,
kommt erst die rechte Kält'gegangen.

Wenn es nicht wintert,
so sommert es nicht.

Wenn es sehr viel schneit und der Schnee lange liegen bleibt,
so ist es ein Zeichen eines guten, fruchtbaren Jahres.

Wildgänse auf offenem Wasser,
bleibt der Winter ein nasser.